Ablauf eines Lektorats

Wir bieten Ihnen für Ihren Text entweder das reine Korrektorat oder ein Lektorat, in dem die Korrektur selbstverständlich eingeschlossen ist.
Beim Korrektorat orientieren wir uns an den amtlichen Regeln für Rechtschreibung von 2006, auf denen der Duden basiert, der in seiner 26. Auflage unsere Richtschnur ist. Sie können wählen, ob wir mit der Dudenempfehlung, konservativ bzw. progressiv arbeiten.
Beim Lektorat sollte die Wahrung Ihres persönlichen Ausdrucks-Stils im Vordergrund stehen – unser Arbeiten zielt vor allem auf eine Verbesserung der Lesbarkeit des Textes, der inhaltlichen Logik und der Einheitlichkeit im Gesamteindruck.

Den erforderlichen Zeitaufwand für die Bearbeitung eines Textes, und damit die Höhe der Kosten und den Liefertermin, können wir erst nach einem Probelektorat festlegen, das sieben von Ihnen eingereichte Normseiten umfassen sollte. Durch dieses Probelektorat lernen Sie unsere Arbeitsweise kennen. Gleichzeitig erhalten Sie ein Angebot für die Bearbeitung ihres vollständigen Textes. Falls Sie uns anschließend nicht beauftragen sollten, betrachten wir das Probelektorat als kostenlos. Erst bei verabredeter Übernahme des Auftrags – Sie erhalten dann eine Auftragsbestätigung – fließt der Aufwand für das Probelektorat in die Gesamtrechnung ein, sofern der Gesamtumfang weniger als 70 Normseiten beträgt.

Ein Text kann uns elektronisch oder auf einem Datenträger zugesendet werden, Sie können dabei sowohl .doc (ältere Word-Versionen), .docx (neuere Word-Versionen), .odt (Libre-/OpenOffice), .rtf (Rich-Text) als auch .pap (Papyrus Autor) verwenden. Wir bearbeiten den Text und senden ihn korrigiert wieder zurück. Sie können dann anhand unserer Markierungen nachvollziehen, welche Änderungen von uns durchgeführt wurden, anhand der Kommentare, warum. Die Änderungsvorschläge können Sie selbst direkt am PC annehmen oder verwerfen.
Für Fragen, die sich dabei ergeben, sind wir per E-Mail unter erreichbar. Selbstverständlich halten auch wir bei inhaltlichen Unklarheiten Rücksprache mit Ihnen, damit ein optimales Endergebnis in gemeinsamer Arbeit erreicht werden kann.

Um unsere Arbeit anschaulich darzustellen, hier ein Beispiellektorat.

Originaltext

Hier folgt der Beispieltext, wie er uns vom Autor zur Verfügung gestellt würde. Für das Beispiellektorat nutzten wir LibreOffice, ein Lektorat mit Word- oder Papyrus-Autor-Datei sieht optisch etwas anders aus, führt jedoch zum gleichen Ergebnis.

Wasser, überall Wasser. Als sie auf ihre Füße schaute, sah sie im schlammig braunen Schaum nur noch den Rand ihrer Socken und sie fragte sich, ob sie die wirklich so angezogen hatte, rechts blau, links türkis. Sie holte sich schlagartig in die Gegenwart zurück. Würde das Wasser womöglich noch steigen? Ihr Blick ging zurück zu den Socken: nichts mehr zu sehen, kein blau, kein türkis. Panisch tastete sie mit den Blicken die Wände ab. In dem diffusen Dämmerlicht konnte sie nicht viel sehen –war da eine Vertiefung in der Ziegelmauer? Ein Loch? Da in der Ecke bewegte sich da was? Tatsächlich ein rundliches etwas bewegte sich auf sei zu! Sie wich vorsichtig zurück. Schmatz machte es , wenn sie ein Bein anhob. Plötzlich berührte ihr Rücken eine Fläche. Das musste die Tür sein, die er hinter ihr zugeschlagen hatte, nachdem er sie in diesen Raum geschoben hatte. Ihre Hand tastete nach hinten. Nur nicht das Dingsda aus den Augen lassen. Es schien allmählich näher zu kommen.Als es so nah war, dass sie mehr erkennen konnte, sah sie, das es rollte. Ja es rollte durch das Wasser direkt auf sie zu.

Lektoratsversion

Im folgenden Screenshot sehen Sie, wie der Autor den lektorierten Beispieltext zurückerhält.

Lektorierter Text mit Änderungsverfolgung und Kommentaren

Ergebnis

Falls all unsere Anmerkungen vom Autor angenommen werden, sieht der fertige Beispieltext wie folgt aus:

Wasser, überall Wasser. Sie schaute auf ihre Füße. Im schlammig braunen Schaum war nur noch der Rand ihrer Socken zu sehen, zwei verschiedene, rechts blau, links türkis. Hatte sie die so angezogen? Wann? Sie holte ihre Gedanken in die Gegenwart zurück. Würde das Wasser womöglich noch steigen? Ihr Blick ging zurück zu den Socken: nichts mehr zu sehen, kein Blau, kein Türkis. Panisch tastete sie mit den Blicken die Wände ab. In dem diffusen Dämmerlicht konnte sie nicht viel sehen – war da eine Vertiefung in der Ziegelmauer? Ein Loch? Dort in der Ecke, bewegte sich da was? Tatsächlich, ein rundes Etwas bewegte sich auf sie zu! Sie wich vorsichtig zurück. »Schmatz« machte es, wenn sie ein Bein anhob. Plötzlich berührte ihr Rücken eine Fläche. Das musste die Tür sein, die hinter ihr zugeschlagen war, nachdem er sie in diesen Raum geschoben hatte. Ihre Hand tastete nach hinten. Nur nicht das Ding aus den Augen lassen. Es schien allmählich näher zu kommen. Als sie mehr erkennen konnte, sah sie, dass es rollte. Ja, es rollte durch das Wasser. Direkt auf sie zu.

Anmerkung

Da der Beispieltext vorwiegend einen inneren Monolog enthält, haben wir auf die Verwendung von Anführungszeichen verzichtet. Die Zeichensetzung bei wörtlicher Rede, Zitaten, Gedanken und Ähnlichem ist jedoch ein sehr interessantes Thema. Eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik finden Sie zum Beispiel auf diesem oder  diesem Blog.