Normseite · ein einheitliches Format

Wie viele Seiten hat Ihr Manuskript? Diese Frage scheint im ersten Augenblick leicht zu beantworten, doch Vorsicht: Seite ist nicht gleich Seite. Die Anzahl der Seiten ist in großem Maße davon abhängig, welche Schriftart, Schriftgröße und welches Seitenformat Sie verwenden. Haben Sie Ihr Manuskript auf Din A4 mit Times New Roman in Größe 12 geschrieben, werden Sie deutlich weniger Seiten haben als mit demselben Text in Palatino Linotype mit Schriftgröße 10 auf Din-A5-Seiten. Auch die Zeilenabstände, Seitenränder und viele weitere Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie viele Seiten Ihr Geschriebenes einnimmt.

Um Textlängen vergleichbar zu machen, werden sogenannte ‚Normseiten‘ definiert. Sie enthalten eine festgelegte Anzahl Zeilen (in der Regel 30) und Zeichen pro Zeile (in der Regel 60). Zu beachten ist dabei, dass Leerzeichen (auch am Zeilenende) und Leerzeilen mitgezählt werden. Die Silbentrennung ist ausgeschaltet.

Normseite mit markierten Leerzeichen
Auch wenn die rot markierten Stellen keine Zeichen enthalten, zählen diese mit. Auch Leerzeichen zwischen den Wörtern zählen im Normseitenformat zu den Zeichen. Diese Beispielseite hat als Normseite 1.800 Zeichen, obwohl es genau genommen nur 1.460 Zeichen (bzw. 1.235 ohne Leerzeichen) sind.

Die „ideale“ Zeichenzahl von 1.800 wird in der Realität allerdings nicht erreicht. Eine normale Seite im Buch enthält je nach Formatierung, Schriftart und -größe in der Regel zwischen 1.200 und 1.800 Zeichen. Für die Abrechnung und Kalkulation unseres Honorars legen wir daher einen Wert von 1.650 Zeichen (inkl. Leerzeichen) pro Seite zugrunde. In oben genanntem Beispiel, bei einem angenommenen Honorar von 5,- € / Seite, würden demnach rechnerisch 0,88 Seiten = 4,40 € berechnet. Hochgerechnet auf 300 Seiten eines entsprechenden Umfangs wird der Unterschied noch deutlicher. Bei einer Abrechnung nach Normseiten wie in der obigen Definition würden 300 Seiten à 5,- abgerechnet. Wir rechnen in diesem Fall jedoch mit der üblicheren Variante. Hierbei wird die reale Zeichenanzahl des Manuskripts inkl. Leerzeichen durch 1.650 geteilt. Im obigen Beispiel also 300 × Ø1.460 = 438.000 Zeichen. Dies ergibt nur etwa 265 Seiten.

Um vorab einen Eindruck von den zu erwartenden Kosten zu erhalten, können Sie wie folgt vorgehen:
Lassen Sie Ihr Schreibprogramm alle Zeichen Ihres Manuskriptes zählen. Wichtig hierbei ist, dass die Leerzeichen mitgezählt werden. Teilen Sie die Zahl anschließend durch 1.650 und Sie erhalten die zu erwartende Seitenzahl, die Grundlage für unser Honorar wäre.

Wir haben Ihnen eine LibreOffice- / OpenOffice-Vorlage erstellt, die im Normseitenformat angelegt ist. Wenn Sie Ihren Manuskripttext dort einfügen (ohne Formatierungen wie Überschriften etc.) erhalten Sie eine ungefähre Seitenzahl ihrer Geschichte. Hierzu verwenden Sie am besten Bearbeiten -> Inhalte einfügen … -> Unformatierter Text.

Wenn Sie unser kostenloses siebenseitiges Probelektorat in Anspruch nehmen möchten, senden Sie uns bitte eine Anfrage. Wir freuen uns, Ihnen einen Eindruck von unserer Arbeit vermitteln und Ihnen ein Angebot für die Bearbeitung Ihres gesamten Manuskripts machen zu können.